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Digitale Souveränität durch Archivierung: Wer kontrolliert Ihre Unternehmensdaten?

Niemand stellt heute noch infrage, ob Unternehmen „in der Cloud" arbeiten. Die eigentlichen Fragen sind andere. Wer kann im Zweifel noch entscheiden, was mit den eigenen Daten passiert? Sind E-Mails und Dokumente nicht nur sicher, sondern auch unabhängig von ausländischen Anbietern und proprietären Formaten dauerhaft gespeichert? Könnten sie einfach exportiert werden? Wer kann sie entschlüsseln?

Viele Unternehmen haben darauf keine klare Antwort. Dabei beginnt genau dort digitale Souveränität, und damit auch die Frage nach einer souveränen Archivierung von E-Mails und Dokumenten.

Digitale Abhängigkeit bei Software und Archivierung

9 von 10 Unternehmen in Deutschland, die digitale Güter oder Leistungen importieren, sehen sich laut der Bitkom-Studie „Europas Weg in die digitale Souveränität" davon abhängig - 51 Prozent sogar stark, 38 Prozent eher abhängig. Das ist keine Randerscheinung. Das ist die deutsche Wirtschaft in der Breite.

57 Prozent der Unternehmen könnten nach eigenen Angaben ohne diese Digitalimporte wirtschaftlich maximal ein Jahr überleben. Die Abhängigkeit von den USA ist im Laufe des Jahres 2025 noch einmal gestiegen, von 41 auf 51 Prozent der Unternehmen, die sich stark abhängig fühlen. Das sind Zahlen, die aufhorchen lassen.

Was „digitale Souveränität" wirklich bedeutet

Der Begriff klingt politisch und er ist es auch. Aber für Unternehmen hat er sehr konkrete Dimensionen. Es geht nicht nur darum, ob Daten „sicher" sind im Sinne von verschlüsselt oder zugriffsgeschützt. Souveränität bedeutet, dass ein Unternehmen selbst über sie entscheiden kann, jederzeit. Das lässt sich auf drei Ebenen herunterbrechen:

Technische Kontrolle

Kann ich meine Daten jederzeit vollständig exportieren? In einem offenen, lesbaren Format? Oder bin ich auf die Kooperationsbereitschaft meines Anbieters angewiesen? Proprietäre Formate und Vendor Lock-in sind einer der häufigsten – und am wenigsten diskutierten – Souveränitätsverluste im Unternehmensalltag.

Organisatorische Kontrolle

Wer hat Zugriff auf meine Daten und unter welchen Bedingungen? Wie schnell könnte ich wechseln, wenn mein Anbieter einseitig kündigt, die Preise anhebt oder Funktionen einstellt? Wäre ich noch handlungsfähig?

Rechtliche Kontrolle

Welches Recht gilt für meine Daten? US-Unternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen nach dem US CLOUD Act verpflichtet sein, Daten an US-Behörden herauszugeben, auch wenn diese außerhalb der USA gespeichert werden.

Langzeit-Archivierung als Grundlage digitaler Souveränität

Wenn Unternehmen über Abhängigkeiten sprechen, denken viele zuerst an Software, Infrastruktur oder KI-Dienste. Dabei sind E-Mails und Dokumente das eigentliche institutionelle Gedächtnis eines Unternehmens. Sie sind rechtlich relevant – GoBD, HGB, AO definieren klare Aufbewahrungspflichten. Sie sind aber auch geschäftskritisch. Verträge, Korrespondenz, Entscheidungen müssen zu jeder Zeit einfach verfügbar sein. Und sie sind dauerhaft: Aufbewahrungsfristen von bis zu zehn Jahren sind Standard.

Genau hier entsteht die größte stille Abhängigkeit. Denn wer seine E-Mail- und Dokumentenarchivierung an einen ausländischen Anbieter auslagert, hat im Zweifel weder die volle rechtliche Kontrolle, noch die Gewissheit, dass er in zehn Jahren noch auf seine eigenen Daten zugreifen kann - in einem Format, das er lesen kann, ohne auf den Anbieter angewiesen zu sein.

Anforderungen an eine souveräne Archivierung

Souveräne E-Mail- und Dokumentenarchivierung ist kein Selbstzweck. Sie ist die Grundlage dafür, dass ein Unternehmen seine eigene Geschichte kontrolliert. Ziel souveräner Archivierung ist nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern auch die Vermeidung von Vendor Lock-in und langfristigen Abhängigkeiten. Wer beim nächsten Anbietervergleich die richtigen Fragen stellen möchte, sollte auf folgende Kriterien achten:

  • Ein Serverstandort in Deutschland oder der EU ist nicht nur vertraglich zugesichert, sondern technisch und organisatorisch belegt.

  • Der Anbieter gewährleistet offene, herstellerunabhängige Formate. Alle Daten müssen lesbar und einfach verfügbar bleiben.

  • Die Daten sind manipulationssicher, individuell verschlüsselt, und nur das Unternehmen hat auf seinen eigenen Schlüssel den Zugriff.

  • Eine GoBD-konforme Unveränderlichkeit und schneller Zugriff auf alle Daten sind gewährleistet. Eine revisionssichere Archivierung ist Pflicht, keine Option.

  • Alle Daten sind vollständig exportierbar, jederzeit, ohne Abhängigkeit vom Anbieter oder proprietären Formaten.

EMA ist das digitale Archiv Made in Germany

Lange bevor die digitale Souveränität ein politisches Schlagwort wurde, war sie für uns eine Produktentscheidung. ARTEC archiviert seit über 30 Jahren E-Mails und Dokumente revisionssicher, GoBD-konform und in offenen Formaten. Der Betrieb erfolgt auf Wunsch On-Premise oder in nach ISO/IEC 27001 und BSI C5 zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Alle Daten sind jederzeit exportierbar und befinden sich zu 100% unter der Kontrolle des Unternehmens, dem sie gehören.

Digitale Souveränität ist für uns kein Versprechen für morgen. Die zugrunde liegenden Prinzipien – Datenkontrolle, offene Formate und unabhängiger Betrieb – prägen unsere Archivierungslösungen seit 1995.

Sie möchten wissen, wie souverän Ihre aktuelle Archivierungslösung wirklich ist? Sprechen Sie mit uns.

Birgit Würtele

Michael Niehoff

Sasa Mitrovic

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