Der EU AI Act kommt – und er fordert mehr als eine gute KI
Wer Künstliche Intelligenz einsetzt, muss sie auch dokumentieren. Was das konkret bedeutet – und warum viele Unternehmen genau an dieser Stelle unvorbereitet sind.
KI trifft heute Entscheidungen, die Menschen direkt betreffen. Wer eine Stelle bekommt, wer einen Kredit erhält, welche Diagnose ein System vorschlägt – das sind keine abstrakten Szenarien mehr. Darauf hat der europäische Gesetzgeber reagiert: Seit dem 1. August 2024 ist der EU AI Act in Kraft. Ab dem 2. August 2026 greifen konkrete Pflichten – und die Fristen für Hochrisiko-Anwendungen laufen weiter. Die meisten Unternehmen diskutieren gerade, ob ihre KI überhaupt unter das Gesetz fällt. Was danach kommt, gerät dabei schnell aus dem Blick.
Was viele übersehen: Die Dokumentationspflicht
Der AI Act reguliert nicht nur die KI selbst. Er fordert die vollständige, nachvollziehbare Dokumentation über den gesamten Lebenszyklus eines Systems – technische Unterlagen, Risikoanalysen, Qualitätsmanagement, Versionsstände, automatisch erzeugte Protokolle. Für Hochrisiko-Anwendungen gilt das besonders streng. Betroffen sind Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Medizintechnik, dem Personalmanagement, dem Kreditwesen, der Bildung und der kritischen Infrastruktur, um nur die wichtigsten Bereiche zu nennen.
Wer diese Pflichten nicht erfüllt, riskiert Strafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des Jahresumsatzes. Aber selbst wer das ernst nimmt, steht vor einer Frage, die in der Debatte kaum gestellt wird: Wo sollen diese Dokumente eigentlich hin?
Das Problem ist nicht das Dokument. Es ist der Ort.
Technische Dokumentationen, Risikoanalysen, Protokolle – das ist kein einfaches Dateiverzeichnis. Das ist ein wachsendes, rechtlich relevantes Archiv, das jederzeit abrufbar sein muss. Für bis zu zehn Jahre. Manipulationssicher. Behördenfest. Durchsuchbar. Ein freigegebener Ordner auf dem Fileserver erfüllt diese Anforderungen nicht. Eine E-Mail-Ablage auch nicht.
Genau hier beginnt die Zuständigkeit eines professionellen Archivs.
Stellen Sie sich vor, eine Behörde fragt morgen nach der Dokumentation Ihres KI-Systems. Wie lange würde es dauern, alles zusammenzustellen – vollständig, lückenlos, in der richtigen Version? EMA gibt darauf eine klare Antwort: Sekunden, nicht Tage. Das Archiv speichert technische Dokumentationen, Protokolle und Risikoanalysen manipulationssicher und durchsuchbar – über Jahre hinweg. Jede Aktion im System wird mit digitaler Signatur unveränderlich festgehalten: Zugriffe, Änderungen, Exporte.
Was im Ernstfall zählt, ist nicht, dass die Dokumente irgendwo existieren. Es ist, dass sie sofort und zweifelsfrei vorgelegt werden können. Ob als Cloud-Lösung, On-Premise oder hybrid: EMA passt sich der IT-Strategie des Unternehmens an, nicht umgekehrt. Die ersten Fristen des AI Act gelten bereits, für Anbieter von KI-Systemen ebenso wie für Unternehmen, die KI einsetzen. Entscheidend ist dabei nicht die Branche, sondern welche KI tatsächlich im Einsatz ist und welche Entscheidungen sie trifft.
Nehmen Sie Kontakt auf. Gemeinsam schauen wir, wie EMA Ihr Unternehmen bei der AI-Act-konformen Dokumentation unterstützen kann. Wir beraten Sie gerne.
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